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AVR
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Aus dem Kreistag: Aktuelles von der AVR

Die AVR Kommunal GmbH, eine Tochtergesellschaft des Kreises, legte mit dem „Bericht über die abfallwirtschaftliche Entwicklung im Rhein-Neckar-Kreis im Jahr 2018“ erneut eine insgesamt positive Abfallbilanz vor. Interessant sind insbesondere die Informationen zum Biomüll, aber auch die zur Elektrogeräte- und zur Altpapiersammlung.

Nachdem mit Einführung der gebührenfreien BioEnergieTonne im Jahr 2012 die erfasste Bioabfallmenge im Rhein-Neckar-Kreis über mehrere Jahre extrem gestiegen ist, ist diese 2018 leicht rückläufig. Im Jahr 2016 ist die Menge um über 4.000 t auf 44.730 t angestiegen, 2017 hingegen konnte nur ein minimaler Zuwachs auf 44.850 t verzeichnet werden. 2018 ist die Biomüllmenge auf 43.470 t gesunken.

Die Behälterzahlen sind stetig wachsend. Ende des Jahres 2018 standen bei den Haushalten und Gewerbebetrieben im Rhein-Neckar-Kreis knapp 107.000 BioEnergieTonnen, was einem Zuwachs gegenüber 2017 von knapp 4.000 Behältern entspricht, eine entsprechende Entwicklung ist auch bei den Behälterleerungen der BioEnergieTonne festzustellen, über 30.000 mehr Leerungen wurden durchgeführt. Diese Entwicklung zeigt, dass das Angebot der gebührenfreien BioEnergieTonne von den Bürgerinnen und Bürgern des Rhein-Neckar-Kreises weiterhin sehr gut angenommen wird.

Trotz des Anstiegs der Behälterzahlen ist die Biomüllmenge gesunken. Dies lässt sich damit begründen, dass die Mengenentwicklung der Bioabfälle sehr witterungsabhängig ist, im Jahr 2015 ist die Menge gesunken aufgrund des trockenen Sommers, wobei kaum Rasenschnitt bzw. Gartenabfälle angefallen waren. Im Jahr 2016 hingegen war der Sommer sehr feucht und die Mengen sind stark angestiegen. 2018 war ein sehr warmes Jahr mit wenig Niederschlag, was zum Mengenrückgang beigetragen hat. Die Mengenentwicklung ist damit sehr volatil und schwer prognostizierbar.

Vor dem Hintergrund der Bioabfallvergärungsanlage, die zum Frühjahr 2019 in Betrieb gehen soll, haben sich die AVR Unternehmen gemeinsam der Kampagne „Wir für Bio“ angeschlossen. Damit wird zum einen das Ziel verfolgt, die Qualität der Bioabfälle zu verbessern durch die Vermeidung von Plastiktüten und kompostierbaren Plastiktüten. Gleichzeitig wird damit auch verstärkt die BioEnergieTonne beworben. Aufgrund der stetig wachsenden Behälterzahlen und der verstärkten Bewerbung der BioEnergieTonne wird mit einem Zuwachs der Biomüllmenge gerechnet.

Die AVR Kommunal GmbH hat ab 2016, um insbesondere den „illegalen Sammlern“ entgegen zu steuern, bei der Elektrogeräte- und Schrottsammlung sowie in der Annahme auf den AVR Anlagen Änderungen vorgenommen. Zum einen werden die Termine nicht mehr veröffentlicht und den Bürgerinnen und Bürgern nach Anmeldung persönlich mitgeteilt. Außerdem erfolgt die Abfuhr innerhalb von vier Kalenderwochen, anstatt des bisherigen 14-täglichen Rhythmus, dadurch ist es für die illegalen Sammler schwieriger die genauen Abfuhrtage herauszufinden. Neben der Umstellung bei der Sammlung erfolgte die Ausweitung der Annahme von Elektroaltgeräten auf alle AVR Anlagen. Neben Wiesloch werden damit auch in Sinsheim, Ketsch und Hirschberg Elektroaltgeräte angenommen.

Durch diese Umstellung sind die E-Geräte- und Schrottmengen im Jahr 2016 extrem gestiegen, von insgesamt 1.200 t auf 3.401 t. Nach einem weiteren Anstieg im Jahr 2017 ist die Menge 2018 insgesamt leicht rückläufig. Die Elektrogeräte sind um 120 t auf 2.357 t gesunken. Die Schrottmengen sind minimal auf 1.101 t angestiegen. Insgesamt wurde eine Menge von 3.458 t (- 120 t) erfasst. Davon wurden 1.744 t (+ 547 t) bei den AVR Anlagen angeliefert und 1.714 t (- 666 t) über die haushaltsnahe Sammlung erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Menge aus den Anlieferungen auf den Abfallanlagen gestiegen, während die Sammlungsmenge um etwa ein Drittel zurückgegangen ist. Dies lässt sich unter anderem auch damit begründen, dass die Aufträge für die Abholung von E-Geräten und Schrott stark zurückgegangen sind und auch mit der Erweiterung der Annahme von EGeräten auf alle AVR Anlagen.

Die erwirtschafteten Erlöse aus der Elektrogeräte- und Schrottsammlung fließen voll umfänglich in den Gebührenhaushalt ein und entlasten die Einwohner des Rhein-Neckar-Kreises bei den Abfallgebühren.

Interessant auch: Um mehr Altpapiermengen zu generieren, arbeitet die AVR Kommunal GmbH seit Mai 2014 mit einigen Vereinen im Rhein-Neckar-Kreis bei den gemeinnützigen Papiersammlungen zusammen. Dabei stellt die AVR Kommunal GmbH die Logistik zur Verfügung und die Vereine erhalten für die Altpapiererlöse eine Vergütung zu marktgerechten Altpapierpreisen. Die Tendenz der Zusammenarbeit mit den Vereinen ist steigend und die Anzahl der Vereine, mit denen zusammengearbeitet wird, nimmt stetig zu, mittlerweile sind es 30 Vereine. Insgesamt wurden 2018 870 t Altpapier gesammelt. Ein Anstieg von 66 t gegenüber 2017.

All dies ist aus unserer Sicht zu begrüßen, denn schließlich entlastet es letztlich die Gebührenzahler und damit uns alle!


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