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| Dienstag 25. 08. 2026 - 11:37 Uhr |
Aus dem Kreistag:
Aktuelles von der AVR
Die AVR Kommunal legte mit dem „Bericht über die abfallwirtschaftliche Entwicklung im Rhein-Neckar-Kreis im Jahr 2025“ erneut eine insgesamt erfolgreiche Abfallbilanz vor, berichtet unser Kreisrat Peter Riemensperger.
Im Jahr 2025 sind im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 67.261 Tonnen an brennbaren Abfällen angefallen. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Menge um 1.180 t gesunken. Die über die Sammlung erfasste Restmüllmenge hat sich hierbei um 464 t auf 53.392 t verringert.
Und von den Gemeinden wurden im Jahr 2025 insgesamt 499 t wilder Müll eingesammelt!
Gegenüber dem Jahr 2024 mit 57.863 t Wertstoffen sind die Wertstoffmengen aus der Grünen Tonne plus im Jahr 2025 mit 56.031 t leicht gesunken.
Der Rückgang ist insbesondere auf die weiterhin rückläufigen Mengen aus Papier, Pappe und Kartonagen zurückzuführen. Die Papiermengen sind im Jahr 2025 um 987 t auf 29.859 t gesunken.
Die Zahlen zeigen, dass die vermehrte Nutzung digitaler Medien das Aufkommen an Zeitungen, Katalogwaren und Illustrierten verringert, der Onlinehandel führt im Gegenzug zu einem höheren Anfall bei Kartonagen.
Durch den fehlenden Anteil an „schweren“ Printmedien im Sammelgemisch nimmt das Gewicht an Altpapier ab, während das Volumen zunimmt.
Um dem Rechnung zu tragen, können Bürgerinnen und Bürger seit Januar 2022 zusätzliche grüne Tonnen ohne zusätzliche Gebühren anfordern. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen. So wurden 2025 zusätzlich 1.250 grüne Tonnen ausgeliefert.
Die von der AVR erzielten Erlöse aus der Vermarktung von Altpapier schwankten 2025 stark und pendelten sich auf einem ähnlichen Niveau wie 2024 ein.
Auch bei den durch die Firma Kühl aufgestellten blauen Tonnen im Rhein-Neckar-Kreis sowie deren Leerungen spiegelten sich die Schwankungen auf dem Altpapiermarkt wider.
In Zeiten geringer Papiererlöse gingen bei der AVR zahlreiche Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern ein, wonach blaue Tonnen zeitweise nicht geleert wurden.
Dies entspricht auch der bundesweiten Erkenntnis, dass private Sammler bei einem geringen Papiererlös die Tonnen eher nicht leeren.
Zu berücksichtigen ist ferner, dass bei einer Sammlung durch einen privaten Entsorger der AVR die Erlöse aus der Vermarktung des gesammelten Altpapiers entgehen und somit im Gebührenhaushalt fehlen.
Insgesamt wurden im Jahr 2025 47.881 t Bioabfälle erfasst. Gegenüber 2024 sind dies 5 % weniger. Die im Jahr 2025 gesunkene Biomüllmenge ist auf den sehr trockenen Sommer mit einem geringeren Anfall an krautigem Grünschnitt wie beispielsweise Rasenschnitt zurückzuführen.
Seit April 2019 werden die eingesammelten Bioabfälle in der Bioabfallvergärungsanlage der AVR BioTerra GmbH & Co. KG in Sinsheim verwertet und damit einer qualitativ hochwertigen Verwertung zugeführt.
Die Erlöse hieraus helfen genau wir die Erlöse aus der Papierverwertung dabei, die Abfallgebühren im Rhein-Neckar-Kreis möglichst stabil zu halten.
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| Mittwoch 19. 08. 2026 - 13:35 Uhr |
Viel Spaß auf der Ilvesheimer Insel-Kerwe
Die Freien Wähler Ilvesheim wünschen allen Ilvesheimerinnen und Ilvesheimern sowie Besucherinnen und Besuchern eine wunderschöne Insel-Kerwe, gesellige Stunden und vor allem vier tolle Festtage mit viel Freude, Spaß und guter Stimmung.
Wir freuen uns auf schöne Begegnungen und wünschen allen eine gelungene Kerwe.
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| Dienstag 18. 08. 2026 - 15:51 Uhr |
Familienzentrum „Rose“ eingeweiht
In Kürze wird das Familienzentrum „Rose“ mit angeschlossenem Schutzwohnen, ein Frauen- und Kinderschutzhaus in Ilvesheim eröffnet.
Hier entstehen insgesamt 28 Familienplätze.
Der DRK-Kreisverband Mannheim ist Träger und betreibt das Frauenhaus im Auftrag des Rhein-Neckar-Kreises.
Im Herzen von Ilvesheim wird mit dem Familienzentrum Rose eine Verbindung von Schutzwohnen und Begegnungsort geschaffen.
Familien, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, wohnen hier offen mitten in Ilvesheim. Offen, weil der Standort und die Nutzung der Immobilie nicht geheim ist und trotzdem sicher, da mit höchsten und modernen Standards dafür gesorgt wird, dass der Schutzraum für die Betroffenen gegeben ist.
Neben dem Bereich Schutzwohnen entsteht auch ein Begegnungsort an dem Begegnung geschaffen und Beratung angeboten werden soll.
Mit dem offenen Konzept setzen Rhein-Neckar-Kreis und DRK ein Zeichen für Sichtbarkeit und gegen Stigmatisierung.
Denn das Haus ist nicht anonym, sondern wird mit Hilfe eines Chipsystems gesichert.
Im vorderen Bereich des Haues befindet sich das Familienzentrum, das für die Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer, aber auch für die Bewohnerinnen des Schutzwohnens offen und zugänglich ist. In den Räumlichkeiten des Familienzentrums befindet sich auch ein Beratungsbüro, das im Rahmen der Beratungsstelle für Frauen, aber auch für andere Beratungsangebote genutzt werden kann.
Das traditionsreiche Gasthaus „Zur Rose“ in der Ilvesheimer Schlossstraße – oder in der Renn, wie die alten Ilvesheimer sagen – schloss im Dezember 2021 für immer seine Pforten und wird seit April 2024 grundlegend umgebaut.
Für den Standort „Rose“ in Ilvesheim sprachen die gute Erreichbarkeit im Rhein-Neckar-Raum und die laut DRK hervorragende Unterstützung durch den Gemeinderat und die Verwaltung dder Gemeinde Ilvesheim.
Finanziert wurde der Umbau der „Rose“ durch das Land mit 1,5 Millionen €, die Hector-Stiftung mit 2,8 Millionen € sowie mit Eigenmitteln des DRK 800.000 €. Die laufende Finanzierung wird durch den Rhein-Neckar-Kreis sichergestellt.
Obwohl noch kleinere Arbeiten zu erledigen sind, wurde vergangene Woche das Familienzentrum „Rose“ im Beisein von Repräsentanten vom Land, der Hector-Stiftung, von Landrat Manuel Just, Bürgermeister Thorsten Walther sowie zahlreichen Kreis- und Gemeinderäten eingeweiht.
Ehrensache, dass auch die Freien Wähler aus Gemeinderat und Kreistag mit Conni Fischer, Bernhard Ries, Peter Riemensperger in Doppelfunktion und der Vorsitzende der Kreistagsfraktion John Ehret zahlreich bei der Einweihung dieser segensreichen Einrichtung mitten in Ilvesheim zahlreich vertreten waren.
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| Dienstag 11. 08. 2026 - 10:15 Uhr |
Aus dem Kreistag:
Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis:
Stabilität mit Blick auf kommende Herausforderungen
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Heidelberg Klaus Pawlowski stellte in der letzten Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags die Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis ausführlich vor.
Der Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis zeigt sich danach weiterhin robust.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: Im November 2025 wären rund 187.870 Menschen beschäftigt – ein Plus von rund einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders die Bereiche Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung sowie Erziehung und Unterricht hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.
Gleichzeitig stehe die Region vor großen Herausforderungen: Rund ein Viertel der Beschäftigten sei älter als 55 Jahre.
In den kommenden fünf bis zehn Jahren würden voraussichtlich etwa 59.700 Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden.
Die Sicherung von Fachkräften werde damit zu einer zentralen Zukunftsaufgabe.
Auch wenn die Arbeitslosenquote im Rhein-Neckar-Kreis weiterhin unter dem Bundes- und Landesschnitt liegt, verändere sich der Arbeitsmarkt. Besonders gefragt seien Fachkräfte in den Bereichen Fertigung, Handel und Bau.
Gleichzeitig zeige sich ein Missverhältnis: Die vorhandenen Arbeitskräfte und die Anforderungen der Unternehmen passten nicht immer zusammen. Qualifizierung und Weiterbildung gewännen deshalb zunehmend an Bedeutung.
Ein wichtiger Baustein sei die Unterstützung junger Menschen beim Übergang von Schule in den Beruf. Die Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/Heidelberg bündle Beratung und Hilfsangebote und unterstütze Jugendliche bei Ausbildung und Berufsorientierung.
Die Entwicklung zeige: Der Rhein-Neckar-Kreis bleibt ein attraktiver Wirtschafts-standort – die Zukunftsfähigkeit hängt jedoch entscheidend davon ab, Fachkräfte zu gewinnen, Potenziale zu nutzen und Menschen gezielt zu qualifizieren.
Die Freien Wähler im Sozialausschuss nahmen die Ausführungen von Geschäftsführer Klaus Pawlowski zur Kenntnis und dankten allen Mitarbeitenden der Bundesagentur Heidelberg und des Jobcenters Rhein Neckar für die geleistete Arbeit.
Sie baten darum, weiterhin verstärkt die Erwerbslosigkeit unter Jugendlichen zu bekämpfen.
Eine schnelle und nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Jugendlichen und des Rhein-Neckar-Kreises.
Das Angebot einer begleiteten Ausbildung werde aber noch von zu wenigen Arbeitgebern genutzt und sollte verstärkt beworben werden.
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| Sonntag 02. 08. 2026 - 18:08 Uhr |
Aus dem Kreistag:
Jahresabschluss des Rhein-Neckar-Kreises 2025
Man könne den Jahresabschluss des Rhein-Neckar-Kreises für das Jahr 2025 noch so lange lesen – wirklich Erfreuliches finde sich in diesem umfangreichen Zahlenwerk nur weniges, stellte unser Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und Kreisrat Peter Riemensperger für die Freien Wähler zu Beginn seiner Stellungnahme zum Jahresabschluss bei der Kreistagssitzung am 21. Juli 2026 in Waibstadt fest.
Der Kernhaushalt 2025 schließe mit einem Defizit von 13,5 Millionen € ab.
Im Vergleich zur Planung spreche man über eine Verschlechterung von 12,6 Millionen €.
Da die Rücklagen aufgezehrt sind, erhöhe sich der bereits bestehende Fehlbetrag von 7,7 Millionen € auf nun insgesamt 21 Millionen €, der die Ergebnisse der folgenden Jahre belasten werde und mit einiger Wahrscheinlichkeit dem Basiskapital entnommen werden müsse.
Den Freien Wählern im Kreistag fehle ehrlich gesagt die Fantasie, wo diese 21 Millionen € sonst herkommen sollen bei all den übrigen, ohnehin vorhandenen Schwierigkeiten, gesetzmäßige Haushalte aufzustellen.
Sorge bereite auch die Liquidität.
Zum Jahresende 2025 sei diese nur aufgrund eines Überziehungskredits von 11,6 Millionen € leicht positiv gewesen.
Die gesetzliche Mindestliquidität von 13,5 Millionen € werde um 26 Millionen € mehr als deutlich verfehlt.
Und das, obwohl der Kreisumlagehebesatz ab 2025 um weitere 3,75 Prozentpunkte auf
31,25 % erhöht worden war und sich das Kreisumlageaufkommen dadurch um weit über achtzig Millionen € erhöht hatte.
Die Hauptursachen blieben unverändert die Eingliederungshilfe sowie die Hilfe zur Pflege, deren Entwicklung seit Jahren nur eine Richtung kenne.
Und auch das Problem sei das gleiche: auf die Entwicklung dieser Sozialleistungen habe der Kreis – zumindest kurzfristig – keinen direkten Einfluss.
So lange die Konnexität bei Bund und Land nur maximal halbherzig beachtet werde, müsse diese dort und bei unseren Landkreisabgeordneten natürlich immer wieder eingefordert werden.
Aber als kurzfristig bleibe nur, selbst die Hausaufgaben zu machen.
Deshalb begrüßte Peter Riemensperger die Einrichtung der Haushaltsstrukturkommission genauso sehr wie, dass diese sich bereits in dieser Woche erstmals treffen wird.
Natürlich sei ihm bewusst, dass die Möglichkeiten für Einsparungen oder zur Steigerung der Erträge im Kreishaushalt aufgrund gesetzlicher Vorgaben äußerst begrenzt sind.
Dennoch könne es keine Lösung sein, jedes Jahr an der Schraube „Kreisumlage“ zu drehen.
Denn viele Kreisgemeinden würden schon heute keine ausgeglichenen Haushalte mehr schaffen.
Deshalb gelte es, so wie es Landrat Manuel Just einmal bildlich ausgedrückt hatte, jeden Stein im Haushalt umzudrehen. Die Freien Wähler seien bereit dazu!
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