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KT: Arbeitsagentur
Nachricht

Aus dem Kreistag:
Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis:
Stabilität mit Blick auf kommende Herausforderungen

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Heidelberg Klaus Pawlowski stellte in der letzten Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags die Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis ausführlich vor.

Der Arbeitsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis zeigt sich danach weiterhin robust.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: Im November 2025 wären rund 187.870 Menschen beschäftigt – ein Plus von rund einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders die Bereiche Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung sowie Erziehung und Unterricht hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.

Gleichzeitig stehe die Region vor großen Herausforderungen: Rund ein Viertel der Beschäftigten sei älter als 55 Jahre.
In den kommenden fünf bis zehn Jahren würden voraussichtlich etwa 59.700 Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden.
Die Sicherung von Fachkräften werde damit zu einer zentralen Zukunftsaufgabe.

Auch wenn die Arbeitslosenquote im Rhein-Neckar-Kreis weiterhin unter dem Bundes- und Landesschnitt liegt, verändere sich der Arbeitsmarkt. Besonders gefragt seien Fachkräfte in den Bereichen Fertigung, Handel und Bau.
Gleichzeitig zeige sich ein Missverhältnis: Die vorhandenen Arbeitskräfte und die Anforderungen der Unternehmen passten nicht immer zusammen. Qualifizierung und Weiterbildung gewännen deshalb zunehmend an Bedeutung.

Ein wichtiger Baustein sei die Unterstützung junger Menschen beim Übergang von Schule in den Beruf. Die Jugendberufsagentur Rhein-Neckar-Kreis/Heidelberg bündle Beratung und Hilfsangebote und unterstütze Jugendliche bei Ausbildung und Berufsorientierung.

Die Entwicklung zeige: Der Rhein-Neckar-Kreis bleibt ein attraktiver Wirtschafts-standort – die Zukunftsfähigkeit hängt jedoch entscheidend davon ab, Fachkräfte zu gewinnen, Potenziale zu nutzen und Menschen gezielt zu qualifizieren.

Die Freien Wähler im Sozialausschuss nahmen die Ausführungen von Geschäftsführer Klaus Pawlowski zur Kenntnis und dankten allen Mitarbeitenden der Bundesagentur Heidelberg und des Jobcenters Rhein Neckar für die geleistete Arbeit.
Sie baten darum, weiterhin verstärkt die Erwerbslosigkeit unter Jugendlichen zu bekämpfen.

Eine schnelle und nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Jugendlichen und des Rhein-Neckar-Kreises.
Das Angebot einer begleiteten Ausbildung werde aber noch von zu wenigen Arbeitgebern genutzt und sollte verstärkt beworben werden.


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